FAMILIENAUFSTELLUNGEN

 

 

 

WARUM

 

Familienaufstellungen. Das Ziel der Aufstellungsarbeit sind der Informationsgewinn zu wichtigen Bezugspersonen und die Entwicklung neuer Sichtweisen zu eigenen Erleben und Verhalten, das in der Ursprungsfamilie und in erweiterten sozialen Systemen erlernt und eingeübt wurde. Die Verknüpfung von aktuellen Problemen und Fragestellungen der KlientInnen mit dem Familiensystem geht von der Annahme aus, das hemmende und kränkende Beziehungsmuster erkannt, reflektiert und verändert sowie wenig genutzte Potentiale und Ressourcen im aktuellen Leben besser erfasst und ausgeschöpft werden können.

 

Mit einer aktuellen Information des Familienministeriums soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Coachingtechnik des "Aufstellens" ohne psychotherapeutisch-fachlich qualifizierte Leitung zu schweren emotionalen Belastungsreaktionen führen kann. Zum Schutze von interessierten Personen wird empfohlen, die Qualitikation des Aufstellungsleiters bzw. der Aufstellungsleiterin besonders sorgfältig zu prüfen!  ("Information zum Themenbereich Aufstellungsarbeit" vom 14.06. 2005)

 

 

 

WAS

 

Die Familienaufstellung ist eine Methode der Systemischen Psychotherapie. Dabei werden tiefe Prägungen aus der Kindheit bewusst gemacht und neu geordnet. Ursprung der Methode ist die Familienskulptur aus der Familientherapie von Virginia Satir.Neben dem Familienaufstellen in einer Gruppe gibt es auch die Möglichkeit, mit Gegenständen, Puppen oder Symbolen für die einzelnen Familienmitglieder ein solches soziales Gefüge aufzustellen, und dabei ähnliche Erfahrungen zu machen.

 

Hemmende Muster können in der Aufstellungsarbeit bewusst gemacht und verändert werden. Dabei werden Techniken des Reframing angewandt und die ursprüngliche Verstrickung und hinderliche Glaubenssätze gelöst. Es werden neue, kräftigende Glaubenssätze ausprobiert, die die persönliche Entwicklung fördern. Oft ist es so, dass der Aufsteller die Lösungen bereits zu kennen scheint. Er weiß dann ganz genau, was für ihn "richtig" ist. Entscheidend für einen positiven Verlauf ist, dass der Aufsteller die gemachte Erfahrung und die neuen Glaubenssätze gut in sein Leben integriert. Deshalb findet Aufstellungsarbeit meist als zusätzliches Element im Rahmen einer kontinuierlichen Psychotherapie statt. Außerhalb einer solchen Therapie erfordert Aufstellungsarbeit eine bereits gut entwickelte stabile Persönlichkeit.

 

 

 

WIE

 

INVESTITION: € 100,-- pro Aufstellung

 

Familienaufstellung findet meist in einer Gruppen von zehn bis zwanzig Personen statt. Einer, der etwas über sich erfahren möchte, meldet sich als Aufsteller. Der Therapeut befragt den Aufsteller zu seinem Problem und zu seiner aktuellen und kindheitlichen Lebenssituation. Dabei wird geklärt, welche Personen heute und damals in Bezug auf das geschilderte Problem eine wesentliche Rolle spielen. Für diese Personen wählt der Aufsteller aus den Anwesenden je einen Stellvertreter. Er verteilt die Stellvertreter intuitiv im Raum, so, dass sie in der "richtigen Beziehung" zueinander stehen.

 

Zwischen den Stellvertretern entsteht nun eine Beziehung, die oft in verblüffender Weise spiegelbildlich zu den Beziehungen der realen Personen aus dem Leben des Aufstellers sind, und in denen die Aufsteller ähnliche Gefühle und Gedanken entwickeln, wie sie die von ihnen repräsentierten Personen aus dem Problem-Umfeld haben oder haben könnten. Man bezeichnet das Phänomen als "Stellvertreterwahrnehmung". Die Angehörigen des Klienten werden im so strukturierten Raum der Wahrnehmungen gleichsam „psychisch“ Anwesende. Dabei werden "Verstrickungen" deutlich, Aufgaben, die dem Klienten aufgebürdet wurden, die er unbewusst übernommen hat und die sein Leben prägen, ohne dass es ihm bewusst ist oder er etwas dagegen tun könnte.

 

 

 

WO

 

ORT: ein Seminarraum Ihrer/meiner Wahl